Handgehalten b. Dämmerung (HHT) vs. Anti-Beweg.Unsch. (AMB)

Beide Modi sollen für bessere Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen (bzw. zu lange Belichtungszeit wegen zu wenig verfügbarem Licht) sorgen. Dazu werden automatisch mehrere Bilder hintereinander aufgenommen und diese in der Nachbearbeitungsphase vor dem Abspeichern auf die Karte so zusammengesetzt, dass die algorithmisch ermittelten besten Bidlbestandteile aus jedem Serienbild zum besseren Endergebnis beitragen.

Die Funktionsweise und damit der Anwendungszweck ist jedoch trotz auf den ersten Blick identischer Ausrichtung recht unterschiedlich.

Handgehalten bei Dämmerung / Handheld Twilight (HHT)

sollte verwendet werden, um stationäre Scenen mit sehr wenig Licht (z.B. Museum mit Blitzverbot) zu fotografieren. Es werden 6 Bilder mit sehr hohem ISO-Wert geschossen und das exzessive Rauschen beseitigt/reduziert, indem durch einen Rauscherkennungsalgorithmus jede Aufnahme analysiert wird und mit diesen Einzelinformationen die jeweils rauschärmsten Bidlbestandteile zu einem Gesamtbild kombiniert werden.

Anti-Beweg.Unsch./Anti-motion Blur (AMB)

wurde entwickelt, um durch die Kamera oder das Objekt verursachte Umschärfen zu korrigieren. Tendenziell werden hier höhere ISO-Werte zugunsten kürzerer Belichtungszeiten verwendet. Der Algorithmus ist jedoch trainiert, Bewegungsunschärfen zu erkennen. Es werden aus der Serie die jeweils schärfsten Bildbestandteile zu einem Gesamtbild kombiniert und nur dieses abgespeichert.

In der Praxis funktioniert HHT erstaunlich gut. Mit AMB habe ich teilweise merkwürdige Effekte bei relativ schnellen Bewegungen beobachtet: die Unschärfeerkennung ist leider nicht mit einer Objekterkennung kombiniert, sodass manche bewegte Objekte nur teilweise im endgültigen Bild erscheinen. Bei wichtigen, auffälligen Körperteilen (Kopf, Arm/Hand) macht dies z.B. das Endergebnis unbrauchbar.