High Speed Shooting - Einflüsse auf die Geschwindigkeit

Die im Datenblatt angegebenen 10 Bilder pro Sekunde sind nur unter eingeschränkten Bedingungen zu erreichen. Neben der offensichtlichen Bedingung einer hinreichend kurzen Belichtungszeit, die nicht unter 1/10s (abzüglich Speicherzeit und Mechanikzeit) liegen kann, ist vor allem der Zeitaufwand für die notwendigen Berechnungen vor und nach der Aufnhame entscheidend.

Wie auch schon aus der Anleitung ersichtlich, lässt sich die schnellste Serienbildfunktion nur im Modus "Bildfolgezeitprio." realisieren. Dabei verzichtet man auf die Berechnung von Fokus- und Helligkeitseinstellungen zwischen den einzelnen Aufnahmen. Es werden die am Beginn der Serie ermittelten Werte beibehalten. Problematisch ist dies bei Ortsveränderungen des Foto-Objekts

 

Was aus der Anleitung allerdings nicht hervorgeht, ist der Einfluss der  verschiedenen Nachbearbeitungen auf die Bildgeschwindigtkeit:
- Objektivkompensationen (Schatten, Farbabweichungen, Verzerrungen)
- Rauschminderung

Die Unterschiede hängen von den Einstellungen und Rahmenbedingungen ab und können sinnvoll nur im Selbstversuch (an- und abschalten der jeweiligen Option) quantifiziert werden (bei voreingestellter fester Verschlusszeit und sehr niedrigem vs. sehr hohem ISO-Wert). Um nur einen Eindruck von dem Effekt zu bekommen, kann man einmal die Kamera mit allen Funktionen deaktiviert ud aktiviert bei annähernd gleichen Rahmenbedingungen im Modus "Bildfolgezeitprio." betreiben. Der Unterschied wird dann schon ohne separate Zeitnehmung wahrnehmbar.

Als weiterer Einflussfaktor wird in Diskussionen die Schnelligkeit der Speicherkarte angegeben. Dies macht sich allerdings erst bemerkbar, wenn der Puffer in der Kamera voll ist und die Bildfolge ohnehin durch das Wegschreuiben auf die langsamere Karte stark reduziert ist.

 Einen Eindruck einer derartigen Diskussion kann der englisch-geneigte Leser unter Nex5n - speed priority continuous shooting verfolgen.